Über mich

Eine Steuerberatungskanzlei gemeinsam weiterentwickelnZurück in Österreich ging es von der Theorie in die Praxis.Die Steuerberatungskanzlei war bereits da. Meine Mutter hatte sie gegründet und aufgebaut.Mein Weg bestand deshalb nicht darin, bei null anzufangen, sondern gemeinsam mit ihr das bestehende Unternehmen weiterzuentwickeln und auszubauen.Damit änderte sich meine Perspektive.Plötzlich ging es nicht mehr darum, Unternehmer:innen zu erklären, wie ein Unternehmen funktionieren sollte.Ich war selbst Teil eines Unternehmens, für dessen Entwicklung wir Verantwortung trugen.Mitarbeiter:innen führen.Mandant:innen gewinnen und betreuen.Prozesse entwickeln.Qualität sicherstellen.Veränderungen umsetzen.Und gemeinsam Entscheidungen treffen, deren Konsequenzen nicht theoretisch waren, sondern jeden Tag im Unternehmen sichtbar wurden.Das war eine wichtige Erfahrung.Denn zwischen Wissen und Können liegt ein großer Unterschied.Man versteht Unternehmertum anders, wenn man selbst Verantwortung für die Entwicklung einer Organisation trägt.Und ich lernte dabei noch etwas anderes: Ein bestehendes Unternehmen weiterzuentwickeln ist eine andere Herausforderung, als eines auf der grünen Wiese zu entwerfen.Man übernimmt Geschichte, Strukturen, Menschen und Gewohnheiten.Man kann nicht einfach alles neu bauen.Man muss verstehen, was funktioniert, was nicht mehr funktioniert und was sich verändern muss.Genau diese Frage begleitet mich bis heute.
Parallel dazu wurde für mich immer deutlicher, dass Praxis alleine nicht genügt.Wer in einem Gebiet wirklich gut werden will, muss tiefer gehen.Deshalb beschäftigte ich mich intensiv mit Steuerrecht und absolvierte ein entsprechendes Studium.Für mich war das rückblickend ein bewusster Schritt auf einem Weg, den ich heute als Meisterschaft bezeichnen würde.Nicht nur wissen, was zu tun ist.Sondern verstehen, warum.Zusammenhänge erkennen.Grenzfälle verstehen.Die Logik hinter Regeln erfassen.Und irgendwann nicht mehr nur Antworten kennen, sondern selbstständig bessere Fragen stellen können.
Später folgte das Studium des Arbeitsrechts.Auch das war kein zufälliger Themenwechsel.Unternehmen sind Systeme.Aber sie bestehen aus Menschen.Führung, Motivation, Verantwortung, Leistung, Konflikte und Zusammenarbeit lassen sich nicht ausschließlich über Prozesse erklären.Je intensiver ich mich mit Organisationen beschäftigte, desto stärker wurde mir bewusst:Wer Unternehmen verstehen will, muss sowohl Systeme als auch Menschen verstehen.Arbeitsrecht war deshalb für mich nicht einfach ein zusätzliches Fachgebiet.Es war eine weitere Perspektive auf dieselbe grundlegende Frage.Wie schaffen wir Strukturen, in denen Menschen und Organisationen funktionieren und sich weiterentwickeln können?
Irgendwann kam ein weiterer großer Schritt.
Meine Mutter und ich entschieden uns, die gemeinsam aufgebaute und weiterentwickelte Steuerberatungskanzlei zu verkaufen.
Auch das gehörte zum unternehmerischen Weg.Ein Unternehmen über Jahre mitzugestalten ist eine Sache.Es schließlich loszulassen, eine andere.
Der Verkauf bedeutete für mich deshalb nicht einfach das Ende eines Kapitels.
Er schuf Raum für die nächste Frage:Was von all dem, was ich über Unternehmen, Menschen, Systeme, Lernen und Führung gelernt hatte, war eigentlich über die Steuerberatung hinaus gültig?
Diese Frage wurde zunehmend wichtiger.Denn mir wurde klar, dass mich nicht nur ein einzelnes Fachgebiet interessiert.Mich interessiert das System dahinter.
Lernen. Entwicklung. Führung. Entscheidungen. Umsetzung.
Und vor allem die Frage, wie diese Dinge miteinander verbunden werden können.
Eine weitere Perspektive kam durch meine Tätigkeit beim Bundesheer hinzu.Auf den ersten Blick scheint militärische Ausbildung wenig mit Steuerberatung oder Unternehmertum gemeinsam zu haben.Auf den zweiten Blick erstaunlich viel.Auch hier geht es um Führung.Entscheidungen.
Ausbildung.Systeme.Verantwortung.Zusammenarbeit.
Und um die Frage, ob Wissen auch dann verfügbar ist, wenn die Situation komplex wird.Besonders das Thema Wargaming hat mein Denken beeinflusst.Nicht weil jede Entscheidung ein Kriegsspiel sein sollte.Sondern weil Wargaming eine grundlegende Haltung trainiert:Was könnte passieren?Welche Annahmen treffen wir?Wie könnte die Gegenseite reagieren?Welche Konsequenzen hat unsere Entscheidung?Welche Alternativen übersehen wir?Es geht darum, Denken nicht mit der ersten plausiblen Antwort zu beenden.
Mit künstlicher Intelligenz verändert sich dieses gesamte Spielfeld.Zum ersten Mal besitzen wir Werkzeuge, die nicht nur Informationen speichern oder suchen.Sie können mit uns diskutieren.Analysieren.Zusammenhänge herstellen.Gegenargumente liefern.Fragen stellen.Und immer größere Teile geistiger Arbeit übernehmen.Das schafft enorme Möglichkeiten.Aber auch ein neues Risiko.Denn KI kann unser Denken verbessern.Oder sie kann es ersetzen.Wenn wir sie hauptsächlich verwenden, um schneller Antworten zu bekommen, werden wir effizienter.Aber nicht zwangsläufig besser.Genau deshalb interessiert mich heute besonders das Konzept der Co-Intelligenz.
Ich möchte KI nicht als Antwortmaschine verwenden.Ich möchte lernen, mit KI besser zu denken.Das bedeutet:Die KI soll widersprechen.Annahmen hinterfragen.Wissenslücken erkennen.Quellen vergleichen.Gegenpositionen entwickeln.Und mich zwingen, meine eigenen Gedanken klarer zu formulieren.Gleichzeitig bleibt eine Verantwortung beim Menschen:Urteilen.Priorisieren.Entscheiden.Verantwortung übernehmen.Für mich entsteht daraus eine neue Form der Zusammenarbeit.Nicht Mensch gegen Maschine.Nicht Mensch ersetzt durch Maschine.Sondern Mensch und KI als gemeinsames Denksystem.
Dazu gehört für mich ein weiterer Baustein: ein persönliches Second Brain.Bücher.Studien.Notizen.Eigene Erkenntnisse.Erfahrungen.Entscheidungen.Offene Fragen.Widersprüche.All das darf nicht ständig verschwinden, sobald ein Gespräch beendet ist.Unser Wissen sollte über Jahre wachsen.Und KI kann dabei helfen, dieses Wissen nicht nur zu speichern, sondern aktiv damit zu arbeiten.Welche Erkenntnisse widersprechen sich?Welche unserer Annahmen sind schlecht belegt?Welche Themen haben wir noch nicht verstanden?Welche neuen Informationen verändern unsere bisherige Sicht?Das ist für mich eine der spannendsten Entwicklungen der kommenden Jahre.
Wenn ich heute auf diese unterschiedlichen Stationen zurückblicke, sehe ich weniger Brüche als früher.EMyth.Unternehmertum.Steuerberatung.Steuerrecht.Arbeitsrecht.Führung.Bundesheer.Wargaming.KI.Co-Intelligenz.Second Brain.Das sind keine isolierten Themen.Sie beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit derselben Frage:Wie können Menschen und Organisationen schneller lernen, besser entscheiden und konsequenter handeln?Und vielleicht noch wichtiger:Wie schaffen wir es, uns schneller weiterzuentwickeln, als sich unsere Umwelt verändert?
EARN IT. ist deshalb für mich kein klassischer Newsletter.Es ist ein Experiment.Ein Lernsystem.Und ein öffentlicher Weg zur Meisterschaft.Ich beschäftige mich hier mit Ideen, Methoden und Werkzeugen, von denen ich glaube, dass sie Menschen und Organisationen in einer immer schneller werdenden Welt besser machen können.Manches davon ist wissenschaftlich gut belegt.Manches kommt aus eigener Erfahrung.Manches ist eine Hypothese, die wir erst überprüfen müssen.Diese Unterschiede sollen sichtbar bleiben.Denn echte Entwicklung beginnt nicht damit, so zu tun, als hätte man bereits alle Antworten.
Daraus ist ein einfaches Prinzip entstanden.
Verstehe das Thema.Nicht oberflächlich.Sondern so weit, dass du Zusammenhänge erkennst.
Wende es an.Denn Wissen, das nie die Realität berührt, bleibt Theorie.
Überprüfe das Ergebnis.Hat es funktioniert?Was ist passiert?Was müssen wir verändern?
Meisterschaft kann man sich nicht kaufen.Man kann sie nicht behaupten.Und kein Zertifikat kann sie garantieren.Man muss sie sich verdienen.Durch Lernen.Durch Anwendung.Durch Fehler.Durch Feedback.Durch Wiederholung.Und durch die Bereitschaft, immer wieder festzustellen, dass man etwas noch nicht so gut verstanden hat, wie man dachte.
Mich interessiert nicht, Menschen noch mehr Informationen zu geben.Davon haben wir bereits genug.Mich interessiert, bessere Systeme zu entwickeln.Systeme für Lernen.Systeme für Entscheidungen.Systeme für persönliche Entwicklung.Systeme für Führung.Systeme für Zusammenarbeit mit künstlicher Intelligenz.Und langfristig ein persönliches Betriebssystem für eine Welt, in der Veränderung immer schneller wird.Das Ziel ist ambitioniert:Menschen und Organisationen dabei zu helfen, sich schneller zu entwickeln, als sich ihre Umwelt verändert.Dabei werden KI und Co-Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen.Aber die Technologie alleine wird nicht reichen.Es braucht Menschen, die lernen, sie richtig einzusetzen.Die ihr eigenes Denken nicht aufgeben.Die Verantwortung übernehmen.Die ausprobieren.Die messen.Die sich korrigieren.Und die bereit sind, jeden Tag ein kleines Stück besser zu werden.
EARN IT. dokumentiert deshalb keinen fertigen Ansatz.Es dokumentiert die Entwicklung eines Ansatzes.Ich lerne.Ich teste.Ich verwerfe.Ich verbessere.Und ich teile, was dabei funktioniert – und auch, was nicht funktioniert.Vielleicht ist genau das die ehrlichste Definition von Meisterschaft:Meisterschaft ist kein Punkt, den man irgendwann erreicht.Sie ist ein Weg, den man jeden Tag weitergeht.Learn. Apply. Prove It. Earn It.